Von einer wichtigen Zellstruktur sind jetzt neue Details bekannt: Erstmals haben zwei Würzburger Forschungsgruppen den synaptonemalen Komplex dreidimensional mit einer Auflösung von 20 bis 30 Nanometer abgebildet.

Der synaptonemale Komplex ist eine leiterförmige Zellstruktur, die bei der Entstehung von Ei- und Spermienzellen beim Menschen und anderen Säugetieren eine tragende Rolle spielt. „Die Struktur dieses Komplexes wurde in der Evolution kaum verändert, aber seine Proteinkomponenten unterscheiden sich von Organismus zu Organismus sehr stark“, sagt Professor Ricardo Benavente, Zell- und Entwicklungsbiologe am Biozentrum der Julius-Maximilians-Universität (JMU) Würzburg....
Die Anwendung von Zinkoxidschichten in der Industrie ist vielfältig und erstreckt sich vom Schutz verderblicher Waren vor Luft bis zur Detektion von giftigen Stickoxiden. Solche Schichten können mit Hilfe der Atomlagenabscheidung (engl. Atomic layer deposition, kurz ALD) hergestellt werden, die normalerweise Vorläuferchemikalien, sogenannte Präkursoren, einsetzt, die sich an der Luft sofort entzünden. Ein interdisziplinäres Forschungsteam der Ruhr-Universität Bochum (RUB) hat jetzt einen neuen Herstellungsprozess etabliert, der auf nicht selbstentzündlichen Präkursoren basiert und bei so niedrigen Temperaturen abläuft, dass auch Kunststoffe beschichtet werden können.

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Forscher der BfG und der Goethe-Universität Frankfurt haben gemeinsam das Vorkommen von Mikroplastik in der Elbe untersucht. Dazu haben sie das Flusswasser und die Flusssedimente von der mittleren über die untere bis hin zur äußeren Elbe beprobt. Ziel war es, die Verteilung von Mikroplastik in Flusssystemen besser zu verstehen. Ein wesentliches Ergebnis: Die Konzentration von Mikroplastik im Sediment ist um ein Vielfaches höher als im Wasser.

Die Analyse von insgesamt elf Probenahmestellen entlang der mittleren Elbe und flussabwärts hat gezeigt, dass die Konzentration von Mikroplastik im Sediment rund 600.000 Mal höher ist als im Wasser. Aus der Konzentrationsverteilung folgern...
Per- und polyfluorierte Chemikalien (PFCs), bedenkliche Chemikalien, belasten viele Ackerböden. Hydrologen der Uni Kassel erforschen das Verhalten dieser Stoffe und tragen damit dazu bei, Gesundheitsgefahren durch belastete Feldfrüchte zu verringern.

Prof. Dr. Matthias Gaßmann und sein Team vom Fachgebiet Hydrologie und Stoffhaushalt entwickeln ein Modell für das Verhalten der PFCs im Boden. Auf Basis des Modells sollen in Zukunft die Verlagerung der Stoffe im Boden (also von höheren Schichten in tiefere und ins Grundwasser) und in Pflanzen abgeschätzt und daraus Empfehlungen ausgesprochen werden. In einem Versuch vergleichen die Wissenschaftler dafür belasteten mit nicht belas...
Die Deutsche Akkreditierungsstelle (DAkkS) hat ersten Medizinlaboratorien die Kompetenz bestätigt, den Nachweis des Coronavirus SARS-CoV-2 mittels Polymerase-Kettenreaktion (PCR) unter Erfüllung der Anforderungen der Norm DIN EN ISO 15189 durchführen zu können. Diese Laboratorien können nun Befunde mit dieser Analytik mit Hinweis auf ihre Akkreditierung ausstellen.

Zusätzlich zum Routineeinsatz der entsprechenden Testsysteme haben diese akkreditierten Laboratorien umfangreiche Validierungsdaten erhoben und ausgewertet und zudem erfolgreich an externen Qualitätskontrollen teilgenommen.

Laboratorien, bei denen der Nachweis von SARS-CoV-2 innerhalb der definierten Grenzen i...
Die Infektion mit dem neuen Coronavirus SARS-CoV-2 verläuft höchst unterschiedlich: Manche Betroffene merken gar nicht, dass sie infiziert sind, andere erkranken so schwer, dass ihr Leben in Gefahr ist. Wissenschaftler*innen vom Berlin Institute of Health (BIH), der Charité – Universitätsmedizin Berlin sowie Kolleg*innen aus Leipzig und Heidelberg haben nun herausgefunden, dass das Immunsystem gelegentlich über das Ziel hinaus schießt und mit seiner übersteigerten Reaktion teilweise größeren Schaden anrichtet als das Virus selbst. Ihre Ergebnisse haben die Forscher*innen nun in der Zeitschrift Nature Biotechnology beschrieben.

Die meisten Infektionen mit SARS-CoV-2 verlaufe...
Gadolinium wird in Kontrastmitteln bei MRT-Untersuchungen verwendet und gelangt über den Urin der Patient*innen ins Abwassersystem. Die Folge: Flusswasser und damit auch aus Flüssen oder Uferfiltrat gewonnenes Trinkwasser sind mit Gadolinium belastet. Thilo Hofmann und Robert Brünjes vom Zentrum für Mikrobiologie und Umweltsystemwissenschaften der Universität Wien haben Vorschläge, wie die Gadolinium-Verschmutzung der Gewässer und des Trinkwassers verhindert werden kann. Die Lösung: Der Urin von MRT-Patient*innen muss zumindest 24 Stunden lang gesammelt werden, dann lässt sich Gadolinium sogar recyclen. Die wissenschaftliche Studie dazu erschien im Journal "Water Research".

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Forschende des Max-Planck-Instituts für Biologie des Alterns in Köln sind der Antwort auf die Frage, was diese geheimnisvollen circRNAs tun, einen Schritt näher gekommen: Eine von ihnen trägt zum Alterungsprozess in der Fruchtfliege bei.

Ribonukleinsäure, oder RNA, ist Teil unseres genetischen Codes und in jeder Zelle unseres Körpers vorhanden. Die bekannteste Form der RNA ist ein einzelner linearer Strang, dessen Funktion gut erforscht ist. Es gibt aber auch eine andere Art von RNA, die so genannte "zirkuläre RNA" oder circRNA, die eine Endlosschleife bildet, die sie stabiler und weniger anfällig macht. CircRNAs sammeln sich mit zunehmendem Alter im Gehirn an; dennoch sind di...
Ökologinnen und Ökologen der Freien Universität Berlin untersuchen und bewerten die Auswirkungen von Mikroplastik in Böden auf terrestrische Ökosysteme. Prof. Dr. Matthias Rillig und Dr. Anika Lehmann geben in einer Publikation der Fachzeitschrift Sciene einen Ausblick zu den Forschungsanstrengungen zu diesem Faktor des globalen Wandels. „Die wissenschaftliche Arbeit zu Mikroplastik (< 5 mm) im Boden hat ungefähr zehn Jahre später begonnen als die Beschäftigung mit diesen Plastik-Partikeln im Meer, wo sie eine offensichtlichere Erscheinung sind – und wo auch Nachweismethoden verhältnismäßig einfacher anzuwenden sind“, erklärt Prof. Dr. Matthias Rillig. In ihrer Studie ar...
Einem Forschungsteam in der Biologie und CEPLAS an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) ist es zusammen mit Kollegen der Universität Freiburg gelungen, ein optogenetisches Werkzeug für den Einsatz in der Pflanzenforschung zu entwickeln. Mit ihm können per Licht Prozesse in Pflanzen präzise gesteuert werden, wie sie nun in NATURE METHODS berichten.

Die Optogenetik bietet ein sehr mächtiges Forschungsinstrumentarium für die Biologie.
Mit ihm kann das Verhalten von biologischen Zellen mit optischen Schaltern gesteuert werden, indem gezielt bestimmte Abschnitte des Genoms aktiviert werden. So lassen sich etwa Signal- und Stoffwechselprozesse durch gezielte Aktivierun...
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