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Wissenschaftler können seit einiger Zeit normale Körperzellen mithilfe eingeschleuster Gene oder Proteinfaktoren in Alleskönner-Stammzellen verwandeln. Doch die Ausbeute der Verfahren ist bislang minimal: Nur etwa eine unter 10.000 Hautzellen wird dabei reprogrammiert. Ein Team um Hans Schöler vom Max-Planck-Institut für molekulare Biomedizin in Münster ist jetzt in Zellen von Mäusen auf eine molekulare Maschine gestoßen, die den ‚Reset’-Prozess effizienter macht. Sollten sich die jüngsten Ergebnisse auf den Menschen übertragen lassen, wäre dies ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg zu patienteneigenen Stammzellen. (Cel...
Aktuelle Untersuchungen zeigen, dass einige der Fußballer, die 1954 so überraschend Fußballweltmeister wurden, die „Helden von Bern“, vermutlich an Hepatitis C litten.
Ein heute erschienener Beitrag im Deutschen Ärzteblatt beschäftigt sich mit der Frage, ob mehrere Spieler der Mannschaft, die 1954 in Bern Weltmeister wurde, sich mit dem Hepatitis C-Virus angesteckt haben. Bekannt ist, dass einige der Spieler im Herbst 1954 an Gelbsucht erkrankten. Die Gelbsucht ist eines der wenigen eindeutigen Symptome für eine Leberentzündung, die u. a. als Folge einer Infektion mit einem Hepatitis-Virus auftreten kann. Untersuchungen zeigten dann auch,...
Bayreuth (UBT). Warum ist die Frisur nach der Haarwäsche so geschmeidig? Die Ursachen liegen in den mikroskopischen Feinstrukturen verborgen. An der Universität Bayreuth haben Dipl.-Chem. Eva Max und Prof. Dr. Andreas Fery ein Messverfahren entwickelt, mit dem Interaktionen zwischen einzelnen Haaren genauer erforscht werden können. Das Verfahren wurde kürzlich in der Zeitschrift "Ultramicroscopy" wissenschaftlich beschrieben. Es hat ein hohes Anwendungspotenzial auf dem Gebiet der Haarwaschmittel und Conditioner.
Aus der Fernsehwerbung für Shampoos und Conditioner sind die typischen Bilder bekannt: Nach der Haarwäsche fällt das Haar geschmeid...
Giftige Industrie-Abwässer kostengünstiger, umweltschonend und effektiver zu reinigen als bisher gebräuchliche Verfahren erlaubt eine mehrfach patentierte Erfindung aus der Universität Kassel. Mit einem Festbett-Bioreaktor und Sulfat reduzierenden Bakterien kann das neue biochemische Reinigungsverfahren saure und sulfathaltige Waschwässer, etwa aus Bergwerken, vor Ort reinigen. Das ist nicht nur zu rund 30 Prozent geringeren Kosten als bisher möglich - es fallen auch keine Reststoffe mehr an, die auf Sonderdeponien entsorgt werden müssen. Stattdessen entstehen Produkte, die für andere Industrieprozesse wieder verwendet werden können.

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Forscher der Fachhochschule Gelsenkirchen haben ein intelligentes Handhygiene-Monitoring-System (IHMoS) entwickelt, das helfen soll, die Händedesinfektionsrate zu erhöhen, um Krankenhausinfektionen, sogenannte nosokomiale Infektionen, zu reduzieren. Die Erfindung ist mittlerweile zum Patent angemeldet. Im Rahmen einer klinischen Studie ist das System bereits in einem Krankenhaus im Einsatz.
Gelsenkirchen. In Deutschland treten ca. 500.000 Krankenhausinfektionen im Jahr auf. Das Robert-Koch-Institut schätzt, dass sich jedes Jahr fünf Prozent der Krankenhauspatienten mit einem Keim infizieren. Die Folgen sind Lungenentzündungen, Wundinfektionen oder Blutvergiftung...
Medikamente müssen oftmals hoch dosiert verabreicht werden, weil auf dem Weg durch den Körper Wirkstoff verloren geht. Dies kann aber verstärkt zu unerwünschten Nebenwirkungen führen. Damit die Dosis eines Medikaments künftig so niedrig wie therapeutisch möglich gehalten werden kann, sollen die Wirkstoffe in Zukunft direkt zum Zielort im Organismus transportiert und dort erst freigesetzt werden. Dafür sollen sie in Nanopartikel eingeschlossen werden, die ihre Fracht nur bei einem bestimmten pH-Wert, einer definierten Temperatur oder unter anderen spezifischen Bedingungen freigeben.
„Die Kunst besteht darin, Partikel zu entwickeln, die sich g...
IFW-Forscher machen Silizium thermisch isolierend und erschließen damit neue Anwendungs¬felder für das Lieblingsmaterial der Halbleiterindustrie. Damit wird Silizium auch interessant für die Kühlung von Halbleiterchips und für Mini-Generatoren, die die Prozesswärme in nutzbare elektrische Energie umwandeln.

Silizium ist das Kernmaterial der Mikroelektronik. Ohne Silizium hätten wir heute wohl weder preisgünstige und kompakte Computer noch das Internet. Ein wesentlicher Teil seines Erfolges verdankt Silizium seiner sehr guten Wärmeleitfähigkeit. Wärme, die durch den Stromfluss in den Chips entsteht, kann aufgrund dieser Ei...
Das Erbgut von Autismuspatienten zeigt häufig eine Reihe seltener genetischer Veränderungen. Viele Gene liegen in veränderter Kopienanzahl vor – sie sind vervielfältigt oder aber verloren gegangen. Einige der betroffenen Gene spielen auch bei anderen psychiatrischen Entwicklungsstörungen eine Rolle. Diese Ergebnisse veröffentlichte ein internationales Forschungskonsortium in der neuesten Ausgabe des Wissenschaftsjournals Nature. In Deutschland sind Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums und der Goethe-Universität Frankfurt/Main beteiligt.
Das „Autism Genome Project“ ist ein Zusammenschluss von 120 Wissenschaftlern aus &...
Schnecken sind die Feinde eines jeden Gärtners: Was er in mühevoller Arbeit gesät und gepflegt hat, können sie über Nacht zunichte machen. Allerdings scheinen den Schnecken nicht alle Pflanzen gleichermaßen zu schmecken: Denn Moose meiden sie. Warum ist das so? Dieser Frage ging bereits Ende des 19. Jahrhunderts der Botaniker und Begründer der Chemischen Ökologie Ernst Stahl in Jena nach. Mehr als ein Jahrhundert später haben Chemiker der Friedrich-Schiller-Universität Jena nun eine mögliche Antwort darauf gefunden: "Moose sind in der Lage, chemische Verbindungen aufzubauen, die sie vor Fressfeinden schützen", nennt Prof....
Umweltbundesamt, Brandschutzverband und Feuerwehren veröffentlichen Faltblatt zur umweltschonenden Verwendung
Feuerwehren retten, bergen, löschen, schützen. Oft auch die Umwelt. Besonders effektiv lassen sich Brände von Chemikalien, Treibstoffen oder Kunststoffen mit fluorhaltigen Löschschäumen bekämpfen. Das verhindert, dass giftige Verbrennungsprodukte entstehen.
Die in den Löschschäumen enthaltenen Chemikalien sind jedoch aus Umweltsicht nicht ohne: „Fluorhaltige Chemikalien sind extrem langlebig und werden über die Gewässer weltweit verbreitet. Einige Vertreter der Stoffgruppe haben zudem die Tendenz, sich im Kör...
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