Die Existenz von „Blauem“ Phosphor war bis vor kurzem reine Theorie: Nun konnte ein HZB-Team erstmals Proben aus blauem Phosphor an BESSY II untersuchen und über ihre elektronische Bandstruktur bestätigen, dass es sich dabei tatsächlich um diese exotische Phosphor-Modifikation handelt. Blauer Phosphor ist ein interessanter Kandidat für neue optoelektronische Bauelemente.

Das Element Phosphor tritt in vielerlei Gestalt auf und wechselt mit jeder neuen Modifikation auch den Katalog seiner Eigenschaften. Bisher bekannt waren roter, violetter, weißer und schwarzer Phosphor. Während einige Phosphorverbindungen sogar lebenswichtig sind, ist weißer Phosphor giftig und brandgefähr...
Für die Altersfreigabe von Filmen gibt es jetzt ein messbares Kriterium. Wie eine Gruppe von Wissenschaftlern des Max-Planck-Instituts für Chemie in Mainz festgestellt hat, lässt sich aus der Isopren-Konzentration in der Luft des Kinosaals ablesen, wie die Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft einen Film klassifiziert hat. Menschen geben offenbar desto mehr Isopren ab, je nervöser und angespannter sie sind. Daraus lässt sich ableiten, wie belastend ein Film für Kinder und Jugendliche sein kann.

Ab welchem Alter Kinder einen Kinofilm gucken dürfen, beruht bislang auf subjektiven Urteilen. In Deutschland entscheidet darüber ein Gremium der Freiwilligen Selbstkontrolle d...
Physikerinnen und Physikern der Universität Hamburg ist es gelungen, mithilfe von Laserpulsen die Ordnung von Quantenmaterie so zu stören, dass ein spezieller Zustand – die sogenannte Suprafluidität – hergestellt werden konnte. Diese Arbeit wurde in der aktuellen Ausgabe von „Physical Review Letters“ veröffentlicht und eröffnet völlig neue Möglichkeiten für die Erzeugung von Materialzuständen mit gewünschten Eigenschaften, aber auch für die lichtinduzierte Supraleitung.

Wenn man Wasser in einen Gefrierschrank stellt, kristallisieren die Wassermoleküle und bilden Eis. Diese Änderung von einer Phase der Materie in eine andere wird als Phasenübergang bezeichnet. Man...
Durch die Analyse von Keramikgefäßen hat ein internationales Forscherteam Einblicke in die Ernährungsgewohnheiten von Bewohnern einer prähistorischen Siedlung erhalten. In den fast 8000 Jahre alten Gefäßen aus der Siedlung Çatalhöyük, Türkei, identifizierten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Proteinrückstände von Getreide, Hülsenfrüchten, Milchprodukten und Fleisch; einige Proteine konnten genau bestimmten Pflanzen- und Tierarten zugeordnet werden. An dem Projekt beteiligt waren Forscherinnen und Forscher des Max-Planck-Instituts für Menschheitsgeschichte in Jena, der Freien Universität Berlin sowie der University of York, Großbritannien. Die Ergebnisse wurden in ...
Bleivergiftungen oder eine Kollision mit einem Zug waren bisher die wahrscheinlichsten unnatürlichen Todesursachen bei Seeadlern. Im Winter 2016/2017 gab es jedoch zahlreiche Todesfälle in Norddeutschland, bei denen beides ausgeschlossen werden konnte. Stattdessen waren 17 Seeadler in Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Hamburg mit dem hochansteckenden Vogelgrippevirus H5N8 infiziert. Die tödlichen Infektionen mit dem Virusstamm H5N8 2.3.4.4b sind die ersten Fälle der Vogelgrippe bei Seeadlern und stellen den Schutz der bedrohten Greifvögel vor neue Herausforderungen. Die Studie ist in der Fachzeitschrift „Viruses“ erschienen.

Die Vogelgrippe bedroht...
Die Funktionalisierung von Oberflächen mit verschiedenen physikalischen oder chemischen Eigenschaften ist eine Anforderung in vielen Anwendungsgebieten. So erlaubt zum Beispiel die Strukturierung von Oberflächen mit wasserliebenden und wasserabweisenden Flächen eine Trennung von Emulsionen, wie bspw. Wasser und Öl. Die Schaffung von definierten Oberflächeneigenschaften ist jedoch eine Herausforderung. Forscher des Max-Planck-Instituts für Polymerforschung in Mainz, der beiden chinesischen Universitäten für Wissenschaft und Technik (Hefei) sowie für elektronische Wissenschaft und Technologie (Chengdu) haben nun Oberflächen entwickelt, die durch sichtbares Licht strukturiert werden k...
Bakterien haben in ihrer langen Geschichte ein wirksames Immunsystem entwickelt, um das Eindringen von fremder Erbsubstanz wie diejenige von Viren und anderen Bakterien zu erkennen und abzuwehren. Ein mittlerweile bekannter Bestandteil dieser «angeborenen» Immunabwehr der Einzeller ist beispielsweise das Crispr/Cas-System, das genetisches Material von Eindringlingen speichert, um im Fall einer Neuinfektion den Erreger erkennen und bekämpfen zu können.

Von Eukaryoten («höhere» Lebewesen) war hingegen nicht bekannt, ob sie über vergleichbare Mechanismen einer auf zellulären Ebene autonom agierenden Immunabwehr verfügen. Die Forschung nahm zwar an, dass auch einfache eukaryotis...
Reines Ammoniak kann wegen seiner aggressiven Eigenschaften und Giftigkeit nur unter aufwändigen Vorkehrungen gehandhabt werden. Wissenschaftler aus Manchester, Großbritannien, haben nun entdeckt, dass die metallorganische Gerüstverbindung MFM-300(Al), die schädliches Stickstoffdioxid filtern kann, auch ein effizienter Speicher für Ammoniak sein kann. In der Zeitschrift Angewandte Chemie beschreiben sie Aufnahme und Freisetzung von Ammoniak in und aus dem porösen Feststoff nach einem besonderen Sorptionsmechanismus.

Ammoniak ist eine essentielle Stickstoffquelle für Pflanzen und industrielle Grundchemikalie. Wegen seiner Unverzichtbarkeit und der industriellen Herstellung aus L...
Der Bundestag hat dem Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Änderung des Gesetzes über die Akkreditierungsstelle (19/3373)  zugestimmt. Er folgte damit einer Empfehlung des Ausschusses für Wirtschaft und Energie (19/4881).

Mit dem Gesetz soll die Akkreditierungsstelle in die Lage versetzt werden, ihre Alleinstellung zu verteidigen. Sie kann damit Tätigkeiten untersagen, die ihren Vorbehaltsbereich beschneiden könnten. Die Gewerbeordnung wurde dahingehend geändert, dass Industrie- und Handelskammern bundesweit einheitliche Sachkundeprüfungen für bestimmte Berufe durchführen dürfen. In der Gewerbeordnung wurde außerdem eine Ermächtigungsgrundlage mit Blick auf Vorgaben ...
Das Zusammenspiel aus Struktur und Dynamik bestimmt die Funktion von Proteinen, den molekularen Werkzeugen der Zelle. Durch Fortschritte in der Elektronenmikroskopie können Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Strukturinformationen inzwischen gut erfassen, jedoch ist es bisher schwer, die Proteindynamik für eine Analyse über lange Zeiträume hinweg zu messen. Ein Team um Prof. Dr. Thorsten Hugel vom Institut für Physikalische Chemie und dem Exzellenzcluster BIOSS Centre for Biological Signalling Studies der Universität Freiburg und Prof. Dr. Carsten Sönnichsen von der Johannes Gutenberg-Universität Mainz konnte nun mit einer neuen Methode über 24 Stunden hinweg die Dynamik ei...
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