Bei den Olympischen Spielen in Pyeongchang hat es einen weiteren Dopingfall gegeben. Immer wieder bei wichtigen sportlichen Ereignissen entflammt die Diskussion um das Thema Doping aufs Neue. In diesem Jahr wurde besonders die Manipulation der Dopingproben diskutiert: Denn einige Behälter für den Urin ließen sich nachträglich öffnen, ohne Spuren zu hinterlassen. Sportpsychologin Prof. Dr. Anne-Marie Elbe von der Universität Leipzig befasst sich schon seit Jahren mit dieser Problematik.

Konkret forscht sie an der Akzeptanz eines sogenannten Urin-Markers, der die Dopingkontrollen der Spitzensportler deutlich erleichtern und die Tests sicherer machen würde. Er wird in Kapselform v...
Anhand der Verbreitung von Artefakten versuchen WissenschafterInnen Wanderungsbewegungen unserer Vorfahren zu ermitteln. In der größten Untersuchung von alter DNA, die jemals durchgeführt wurde, enthüllte ein internationales Team mit dem Anthropologen Ron Pinhasi von der Universität Wien die komplexe Geschichte hinter den bestimmenden Zeitaltern der europäischen Urgeschichte. Die WissenschafterInnen konnten zeigen, dass die großräumige Verbreitung des "Glockenbecherphänomens" am Übergang zwischen Jungsteinzeit und Bronzezeit sowohl durch die Weitergabe von Ideen als auch durch Migration erfolgte. Die Studie dazu erscheint aktuell am Cover der Fachzeitschrift Nature.

Im Über...
Vor 25 Jahren wurde die Ursache der Huntington-Krankheit entdeckt. Mutationen auf dem Huntingtin Gen führen zu einer fehlerhaften Form des gleichnamigen Proteins. Jetzt haben Forscher des Max-Planck-Instituts für Biochemie in Martinsried und der Universität Ulm mit Hilfe der Kryo-Elektronenmikroskopie, der jüngst mit dem Nobelpreis ausgezeichneten Methode, die dreidimensionale, molekulare Struktur des gesunden menschlichen Huntingtin-Proteins entschlüsselt. Ein verbessertes Verständnis von Struktur und Funktion des Huntingtin-Proteins könnte in Zukunft zur Entwicklung neuer Behandlungsmöglichkeiten beitragen. Die Arbeit erschien im Fachjournal Nature.

Die Huntington-Krankheit ...
Geheimtinten faszinieren nicht nur Kinder und Jugendliche. Schon in der Antike kamen sie zum Einsatz, in Agentenfilmen sind sie seit langem ein beliebtes Stilmittel und heute entwickeln Nachrichtendienste High-Tech-Varianten, um Informationen zu übermitteln. Prof. Dr. Matthias Ducci, Leiter des Instituts für Chemie an der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe, hat in der Fachzeitschrift „Chemie in unserer Zeit“ einen Artikel über Geheimtinten veröffentlicht, der auf dem europäischen Portal www.chemistryviews.org seit Oktober vergangenen Jahres zu den meistgelesenen Beiträgen zählt.

In seinem Artikel "Geheimtinten, Rezepturen aus der Antike – Tinten der CIA – modernes Spic...
UZH-Forschende haben ein bisher unerkanntes Prinzip entdeckt, wie Eiweisse miteinander interagieren und sich Zellen organisieren. Zwei Proteine ohne jegliche Struktur bilden durch ihre entgegengesetzte Ladung einen enorm fest bindenden Komplex. Normalerweise binden zwei Proteine, indem Bereiche ihrer dreidimensionalen Form exakt zueinander passen.

Proteine zählen zu den wichtigsten Biomolekülen und sind hauptverantwortlich für die Kommunikation zwischen und innerhalb von Zellen. Damit zwei Eiweisse aneinander binden können, müssen bestimmte Bereiche ihrer räumlichen Struktur exakt zueinander passen – so wie ein Schlüssel ins Schloss passt. Die Proteinstruktur ist enorm wichti...
 Wissenschaftler der Freien Universität Berlin haben mithilfe von Infrarotlicht die Bewegungsrichtung eines Protons entlang von Wassermolekülen innerhalb eines Proteins nachgewiesen. Der Beleg für die Protonenbewegung wurde von Forschern um den theoretischen Physiker Prof. Dr. Roland Netz vom Fachbereich Physik der Freien Universität in Computersimulationen vorhergesagt und konnte von Prof. Dr. Joachim Heberle und seinen Mitarbeitern experimentell am Beispiel eines Proteins bestätigt werden, das in der Zellmembran von Bakterien vorkommt. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift Nature Communications veröffentlicht.

Der Transport von Protonen durch Proteine spielt eine e...
Ob in Spinnenseide, Holz, dem Raum zwischen Körperzellen, in Sehnen oder als natürliche Abdeckung kleiner Wunden: Fasern aus Eiweißen finden sich in der Natur sehr häufig. Die kleinen Eiweißfasern, von Experten auch Proteinnanofasern genannt, weisen häufig hervorragende Eigenschaften, wie hohe Festigkeit, Bioabbaubarkeit oder antibakterielle Wirkung auf. Der Nachbau solcher Proteinfasern ist nicht einfach, geschweige denn, diesen Fasern spezifische Funktionen zuzuordnen. Dass und wie es gelungen ist, Fasern mit neuen Eigenschaften zu erzeugen, beschreiben Materialwissenschaftler der Friedrich-Schiller-Universität Jena in der aktuellen Ausgabe der renommierten Fachzeitschrift „ACS NA...
Knapp 100 Jahre nach der Entdeckung des Insulins konnte ein deutsch-amerikanisches Forscherteam zeigen, wie genau das Hormon seinen Rezeptor aktiviert. Die Ergebnisse und Bilder veröffentlichten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nun im ‚Journal of Cell Biology‘. Für das Projekt hatten Autoren des Paul-Langerhans-Instituts Dresden des Helmholtz Zentrum München am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus der TU Dresden mit Kollegen der New Yorker Rockefeller University kooperiert.

Das Hormon Insulin steuert sowohl den Stoffwechsel als auch das Wachstum. Ist diese Funktion gestört, kann das zu schweren Krankheiten wie Diabetes mellitus oder Krebs führen. Die biologisch...
Die Identifikation rechts- und linkshändiger Moleküle ist entscheidend für viele Anwendungen in der Chemie und Pharmazie. Ein internationales Forscherteam (CELIA-CNRS/INRS/Max-Born-Institut/SOLEIL) hat nun ein neues originelles und hochempfindliches Verfahren vorgestellt, mit dem sich die Händigkeit von Molekülen um ein Vielfaches besser bestimmen lässt als mit bisherigen Methoden. Mit Hilfe extrem kurzer Laserpulse bringen die Forscher Elektronen in Molekülen zum Schwingen und können so den Drehsinn der Moleküle bestimmen. Die Forschungsergebnisse sind in „Nature Physics“ erschienen.

Nicht nur beim Menschen ist die Frage wichtig, ob jemand Rechts- oder Linkshänder ist. ...
Anbau und Züchtung von Nutzpflanzen war die Grundlage für eine sesshafte Lebensweise. Aber wie hat dieser menschliche Einfluss sich auf die Pflanzen und ihre chemische Zusammensetzung ausgewirkt? Diese Frage stellten sich Forscher aus China, Amerika, Bulgarien und Deutschland, darunter Alisdair Fernie vom Max-Planck-Institut für Molekulare Pflanzenphysiologie (MPI-MP). Das Ziel ihrer Arbeit war es, einen Einblick in die Tomatenzucht und ihre Folgen zu gewinnen. Die Wissenschaftler*innen untersuchten die stoffliche Zusammensetzung und das Erbgut der Früchte und veröffentlichten zum ersten Mal einen Überblick über den menschlichen Einfluss auf die chemische Zusammensetzung einer Nutzpfl...
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