Ungenügende Tests bei Tuberkulosekranken in Entwicklungsländern zeigen Resistenzen gegen Medikamente zu wenig an, was zu einer falschen Behandlung und zu einer höheren Sterblichkeit führt. Dies konnten Forschende unter Leitung der Universität Bern belegen.

Weltweit erkranken jährlich etwa zehn Millionen Menschen an Tuberkulose; mehr als 1,5 Millionen Menschen sterben daran. 87% der Betroffenen befinden sich in oder stammen aus Entwicklungsländern. Die Resistenz gegen Tuberkulose-Antibiotika sowie die Ausbreitung von multiresistenten Keimen ist laut WHO eines der grössten globalen Gesundheitsprobleme. Die WHO sieht dringenden Handlungsbedarf bei der Qualität und Abdeckung der ...
Ein Forscherteam unter Leitung des Universitätsklinikums Freiburg hat das hirneigene Immunsystem bei Mensch und Maus komplett neu kartiert. So konnten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erstmals zeigen, dass alle Fresszellen im Gehirn, sogenannte Mikrogliazellen, den gleichen Ursprung haben, sich aber je nach Aufgabe unterschiedlich entwickeln. Bisher war man von unterschiedlichen Zelltypen ausgegangen. Der Nachweis gelang mit Hilfe einer neuen, hochauflösenden Methode zur Untersuchung von Einzelzellen und ist wichtig für das Verständnis neurodegenerativer Krankheiten. Außerdem konnten die Forscher aus Freiburg, Göttingen, Berlin, Bochum, Essen und Ghent (Belgien) detailliert...
"The winner takes it all, the loser standing small" – dieses Zitat aus dem berühmten ABBA-Lied trifft auch auf die Entwicklung von Tieren zu. Zumindest zu Beginn sind die Zellen in einer Gruppe alle gleich. Aber dann bremst eine Zelle ihre Nachbarn und sendet hemmende Signale, die ihre Differenzierung stoppen. Zum Schluss hat sich die "Siegerzelle“ anders entwickelt als ihre Nachbarn. Bisher war nur vom Notch-Delta-Signalweg bekannt, dass er für diese laterale Hemmung der Nachbarzellen verantwortlich sei. Postdoc Peng Xia und Professor Carl-Philipp Heisenberg am Institute of Science and Technology Austria (IST Austria) beschreiben in einer Studie in der heutigen Ausgabe von Cell einen ...
Und können dadurch mit ihrer neu entwickelten Mikroskopiemethode Orbitale einzelner Moleküle in verschiedenen Ladungszuständen abbilden. Die internationale Forschergruppe der Universität Regensburg berichtet über ihre Ergebnisse unter dem Titel “Mapping orbital changes upon electron transfer with tunnelling microscopy on insulators” in der weltweit angesehenen Fachzeitschrift ,,Nature‘‘.

Sie sind die Grundbausteine der uns umgebenden Materie - Atome und Moleküle. Die Eigenschaften der Materie sind oftmals jedoch nicht durch diese Bausteine selbst gegeben, sondern vielmehr durch deren Wechselwirkungen untereinander, welche durch ihre äußeren Elektronenhüllen bestimmt s...
Viele Proteine mit wichtigen biologischen Funktionen sind in den Zellen von Menschen und anderen Lebewesen in eine Biomembran eingebettet. Wie kommen sie da überhaupt rein? Forschende am Departement für Biosysteme der ETH Zürich haben dies untersucht.

Fast ein Drittel aller Proteine von Lebewesen stecken in einer Biomembran fest – entweder in der Aussenmembran einer Zelle oder in den Abgrenzungen zellinterner Kompartimente. Dort übernehmen diese Membranproteine wichtige Aufgaben, beispielsweise als molekulare Schleusen, welche Stoffwechselprodukte und Nährstoffe durch die Membran transportieren, oder als Sensorproteine, um die Zellumgebung zu erfassen.

Wie Membranprotein...
Wie verteilt sich eine chemische Substanz in einer Zelle? Chinesische Wissenschaftler haben jetzt ein hochauflösendes Analyseinstrument zur direkten Kartierung von chemischen Substanzen in der Zelle entwickelt. In ihrem Artikel in der Zeitschrift Angewandte Chemie demonstrieren die Autoren, wie durch eine Verknüpfung von Massenspektrometrie und biologischer Bildgebung die Verteilung des Antiseptikums Proflavin um die Zellorganellen herum genau gemessen werden kann.

Um Proteine, aber auch eingedrungene Moleküle in biologischen Zellen extrem genau, also mit molekularer Auflösung, lokalisieren zu können, werden seit Langem optische Methoden wie die ultrahochauflösenden STED- und PA...
Über 98% der kleinsten Plastikpartikel aus der Kanalisation werden im Klärschlamm zurückgehalten. Das konnten Forschende nachweisen, weil sie in künstlichem Nanoplastik das Edelmetall Palladium als Tracer eingebaut haben. Die innovative Methode hat grosses Potential, dem Verhalten von Nanoplastik in technischen Systemen und in der Umwelt auch in anderen Fällen auf die Spur zu kommen.

Winzige Plastikpartikel in der Grössenordnung von 100 Nanometern (Millionstel Millimeter) werden in vielen Produkten angewendet, etwa um Farb- oder Duftstoffe zu verkapseln oder als Zusätze in Shampoos und Kosmetika. Viele von ihnen landen noch während der Nutzung des Produkts direkt im Abwasser....
Cleveres Ablenkungsmanöver durch virale Täuschkörper: Wie das Ebola-Virus das Immunsystem in die Irre führt. Ein Forscherteam aus Tübingen und Göttingen hat im renommierten Fachjournal Cell Reports einen neuen Mechanismus beschrieben, wie das Ebola-Virus der Immunabwehr entkommt. Das Virus bringt infizierte Zellen dazu sogenannte „Täuschkörper“ freizusetzen. Diese führen das Immunsystem in die Irre, indem sie dessen neutralisierende Antikörper inaktivieren und verhindern, dass Immunzellen wichtige Botenstoffe freisetzen. Diese Erkenntnisse könnten zur Entwicklung neuer Impfstoffe gegen hämorrhagische Fieberviren führen.

Wie das Team um den Virologen Prof. Michael Schi...
Paläogenetische Untersuchungen bezeugen die komplexe Interaktion von Bevölkerungsgruppen der eurasischen Steppe und der vorderasiatischen Bergländer in der Bronzezeit zwischen 6500 und 3500 vor unserer Zeitrechnung (v.u.Z.). Die Ergebnisse wurden jüngst im Fachjournal Nature Communications veröffentlicht.

Ein internationales Forschungsteam koordiniert vom Max-Planck-Institut für Menschheitsgeschichte in Jena (MPI-SHH) und der Eurasien-Abteilung des Deutschen Archäologischen Instituts (DAI) in Berlin konnte erstmals systematische paläogenetische Untersuchungen im Kaukasus durchführen. Die Studie fußt auf den Analysen genomweiter Daten von 45 Individuen aus der Steppen- und de...
Ein internationales Forschungsprojekt unter Beteiligung von Kernphysikern und Kernphysikerinnen der TU Darmstadt hat erstmals in hochpräzisen Messungen die Radien extrem leichter Calciumisotope bestimmt und davon ausgehend die Theorie zur Beschreibung von Isotopenradien deutlich verbessern können. Die Ergebnisse wurden jetzt in der Zeitschrift „Nature Physics“ veröffentlicht.

Atomkerne bestehen aus positiv geladenen Protonen und den ungeladenen Neutronen. Da alle Kerne eine nahezu konstante Dichte in ihrem Inneren aufweisen, erwartet man, dass die Größe eines Atomkerns mit der Anzahl seiner Konstituenten kontinuierlich anwächst. Besonders genau messen kann man die Ladungsrad...
Seite 1 von 63

Fortbildungen

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.
Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.