Biofilme sind enorm widerstandsfähige Ansammlungen von Keimen, die besonders in Spitälern zum Problem werden können. Wie ein einziges grosses Lebewesen breiten sie sich auf Wunden aus oder besiedeln Implantate und Medizinprodukte. Biomedizinische Materialien mit neuartigen Oberflächen sollen den Krankheitserregern Einhalt gebieten.

Manch einer, der ins Spital muss, wird dort erst recht krank. Durchschnittlich sieben Prozent aller Patienten in Industrieländern sind von derartigen «nosokomialen» Infektionen betroffen. Auf Intensivstationen steigt das Risiko nochmals deutlich an. Schwere Erkrankungen bis hin zu einer lebensbedrohlichen Blutvergiftung können die Folge sein.
Mit der Hilfe von Ribosomen werden Proteine erzeugt. Doch nach getaner Arbeit müssen Ribosome wieder funktionstüchtig gemacht werden. Das Enzym ABCE1 recycelt die Ribosomen und zeigt sich dabei unerwartet strukturell wandelbar, berichten LMU-Biophysiker.

Sie sind die Orte der Eiweißsynthese: An Ribosomen wird die genetische Information, die auf der sogenannten Boten-RNA gespeichert ist, abgelesen und in Proteine übersetzt. Sie sind also für alle Organismen lebenswichtig. Wenn sie ein Protein erzeugt haben, aber auch, wenn fehlerhafte Proteine im Ribosom steckenbleiben, müssen die Ribosomen ‘recycelt‘ werden, um sie für eine neue Syntheserunde funktionsfähig zu machen. In a...
Der Ausschuss der Mitgliedstaaten (Member State Committee, MSC) hat sich darauf geeinigt, GenX-bezogene Chemikalien als besonders besorgniserregende Stoffe (SVHCs) zu identifizieren. Es ist das erste Mal, dass Chemikalien wegen ihrer Mobilität und Beständigkeit in der Umwelt als SVHC vorgeschlagen werden.

Auf seiner Juni-Sitzung hat das MSC einstimmig beschlossen, 2,3,3,3-Tetrafluor-2-(heptafluorpropoxy)propionsäure (HFPO-DA), ihre Salze und Acylhalogenide aufgrund ihrer "wahrscheinlichen schwerwiegenden Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit und die Umwelt" als SVHCs zu identifizieren.

Der Ausschuss stimmte darin überein, dass die Stoffe, die im Vorschlag gemeinsam al...
In den Zoos von Saarbrücken und Neunkirchen leben Pinguine, Asiatische Elefanten und viele andere Tierarten. Da sie von verschiedenen Kontinenten stammen, wird den Tieren regelmäßig Blut abgenommen, um ihre Gesundheit zu überprüfen. Diese Blutproben haben Bioinformatiker und Humangenetiker der Universität des Saarlandes jetzt genutzt, um nach sogenannten Biomarkern zu suchen, mit denen man Krankheiten frühzeitig erkennen kann. Die Forscher wollen mit Hilfe von ähnlichen genetischen Mustern, die bei Mensch und Tier seit Jahrtausenden im Blut vorhanden sind, die computergestützte Krankheitsprognose verbessern.

Das Forschungsprojekt ist für die Bioinformatiker nicht nur aufgrun...
Senckenberg-Wissenschaftler Ottmar Kullmer hat mit einem internationalen Team Zähne der ausgestorbenen Vormenschen-Art Australopithecus africanus in Hinblick auf die Nahrungsaufnahme im Kindesalter untersucht. Analysen der Zahnchemie zeigen, dass die Mütter der afrikanischen Homininen-Art ihre Kinder in den ersten 12 Lebensmonaten stillten und auch später – in Zeiten von Nahrungsknappheit – auf die Ernährung mit Muttermilch zurückgriffen. Die intensive, jahrelange Mutter-Kind-Bindung wird als eine der Ursachen für die geringe Nachkommen-Anzahl bei den Vormenschen gedeutet. Die Studie erscheint heute im renommierten Fachjournal „Nature“.

Die vor etwa 3 bis 2,1 Millionen J...
Nach manchen Erkenntnissen sucht man ewig und wenn sie dann gefunden sind, scheint alles ganz simpel. So ähnlich erging es auch der Arbeitsgruppe um Dr. Martin Oestreich, Professor für Organische Chemie – Synthese und Katalyse an der TU Berlin und seinen Mitarbeitern Dr. Hendrik Klare und Dr. Qian Wu. Ihr Forschungsprojekt „Die Charakterisierung von wasserstoffsubstituierten Silyliumionen in kondensierter Phase“ wurde jetzt in dem renommierten Wissenschaftsmagazin Science veröffentlicht. Bei diesen Silyliumionen handelt es sich um schwer fassbare Substanzen, die zuvor, wenn überhaupt, nur in der Gasphase nachweisbar waren. „Ganz besonders freut uns, dass es sich bei der Veröffen...
Die Übersetzung des genetischen Codes in Proteine, auch Translation genannt, ist ein lebenswichtiger Vorgang in jeder Zelle. Das Team von Prof. Mihaela Zavolan vom Biozentrum der Universität Basel hat nun bedeutende Faktoren entdeckt, die die Geschwindigkeit der Proteinsynthese in der Zelle beeinflussen. Die in "PNAS" veröffentlichten Ergebnisse ermöglichen es, die Kontrolle der Translation bei einer Vielzahl unterschiedlicher Zelltypen zu untersuchen.

Proteine erfüllen verschiedenste Aufgaben in Zellen, sie katalysieren Tausende von biochemischen Reaktionen, leiten Signale weiter und werden zum Aufbau von Zellstrukturen und bei Transportprozessen benötigt. In jeder einzelnen Ze...
Plastik gehört nicht in die Umwelt. Um das Ausmass der Verschmutzung in der Schweiz erstmals genau abzuschätzen, hat das Bundesamt für Umwelt (BAFU) Forscher der Empa beauftragt, zu berechnen, wieviel Plastik in die Umwelt gelangt. Erfasst hat die Empa die sieben am häufigsten verwendeten Kunststoffe. Demnach werden jedes Jahr rund 5000 Tonnen Plastik in die Umwelt eingetragen. Es zeigt sich, dass die Plastikbelastung auf und im Boden viel grösser ist als in den Gewässern. Weitere Kunststoffe, insbesondere Gummi, der aus Reifenabrieb in die Umwelt gelangt, waren nicht Teil der Studie.

Der Fokus der Empa-Studie lag auf den Kunststoffen Polyethylen (LD-PE und HD-PE), Polypropylen,...
Forscherinnen und Forscher der ETH Zürich und der Universität Tübingen klären hochaufgelöst die Struktur und Funktion von Zell-Zell-Verbindungen bei fädigen mehrzelligen Cyanobakterien auf. Damit können sie nun erklären, wie diese Mikroorganismen den Transport von verschiedenen Stoffen zwischen einzelnen Zellen regulieren.

Cyanobakterien, auch als Blaualgen bekannt, sind eine spezielle Klasse von Bakterien, die Photosynthese betreiben können. Entwicklungsgeschichtlich sind sie uralt. Vorläufer traten bereits vor 2,5 Milliarden Jahre auf der Erde auf und ebneten dank ihrer Fähigkeit der Sauerstoff erzeugenden Photosynthese höherem Leben den Weg.

Einige Cyanobakterien...
Die Mitose ist ein zellulärer Prozess, bei dem die in Chromosomen kodierten, genetischen Informationen auf zwei idente Tochterzellen verteilt werden. Damit ist die Mitose ein fundamentales Merkmal aller Lebewesen auf unserem Planeten. ForscherInnen der Gruppe von Alexander Dammermann an den Max Perutz Labs, einem Joint Venture der Universität Wien und der Medizinischen Universität Wien, haben untersucht, wie Zentriolen zu diesem Prozess beitragen. Die Ergebnisse, veröffentlicht im Journal "Developmental Cell", helfen die Funktion dieser kleinen, zellulären Strukturen in der Mitose zu verstehen.

Bei der Mitose bildet sich eine fadenförmige Spindel, die sicherstellt, dass Chromoso...
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