Internationales Forschungsteam erschließt eine potenzielle Quelle für neue Antibiotika: Dem Team um Prof. Dr. Christian Jogler von der Friedrich-Schiller-Universität Jena ist es gelungen, mehrere Dutzend bisher wenig beachtete Bakterien aus dem Meer im Labor zu kultivieren, funktionell zu charakterisieren und so einem systematischen Wirkstoff-Screening zugänglich zu machen. Erste bioinformatische Analysen und zellbiologische Beobachtungen deuten auf ein Potenzial zur Produktion neuer Antibiotika hin. Darüber berichten die Forscher in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Nature Microbiology.

Fast drei Viertel aller klinisch relevanten Antibiotika sind Naturstoffe – produzie...
Stickoxide (NO und NO2) tragen wesentlich zur Luftverschmutzung bei. Um die Luftqualität möglichst gut vorherzusagen und Strategien zur Reduktion der Verschmutzung zu entwickeln, sind präzise Emissionsdaten notwendig. Dazu helfen unter anderem tägliche Satellitenmessungen. Das Messgerät blickt dabei auf eine bestimmte Fläche und registriert dabei alle Schadstoffe zwischen Erdboden und Satellit. Da die Schadstoffwerte oftmals stark variieren, werden sie in der Regel über einen Zeitraum von mehreren Monaten gemittelt. Der Haken: Wechselnde Winde „verschmieren“ die vom All aus ermittelten Emissionswerte und verringern so das räumliche Auflösungsvermögen der Messungen.

Wisse...
Einen völlig neuen Reaktionsweg für die größte natürliche Schwefelquelle in der Atmosphäre konnte ein internationales Forschungsteam im Labor experimentell nachweisen. Über den neuen Abbaubaumechanismus für das hauptsächlich über den Weltmeeren freigesetzte Dimethylsulfid (DMS) berichtet das Team vom Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS), der Universität Innsbruck und der Universität Oulu jetzt im Fachblatt The Journal of Physical Chemistry Letters.

Die neuen Erkenntnisse zeigen, dass wichtige Schritte im Schwefelkreislauf der Erde noch nicht richtig verstanden sind, denn sie stellen die bisher angenommenen Bildungswege für Schwefeldioxid (SO2), Methansulf...
Wissenschaftler verbinden Kohlenstoff- und Phosphoratome zu einem tetraedrischen Molekül. Damit weisen sie die Existenz eines sogenannten Diphosphatetrahedrans nach und schließen so eine gut 30 Jahre alte Lücke im Forschungsgebiet.

Eigentlich sollte es ein Triphosphatetrahedran werden, also ein Molekül, das drei Phosphoratome hat. Doch als die Chemikerin Gabriele Hierlmeier aus dem Team von Prof. Dr. Robert Wolf eine Verbindung aus einem Nickelatom und zwei Phosphoratomen mit einem Phosphaalkin (d.h. einer Phosphor-Kohlenstoff-Dreifachbindung) zur Reaktion bringen wollte, kam es anders: Es entstand ein Diphosphatetrahedran. Es ist der erste Nachweis eines Tetrahedrans (chemische V...
Das Profil am Reifen ist abgefahren, neue Pneus müssen her. Alltag für viele Autofahrerinnen und Autofahrer. Doch wohin «verschwinden» diese verlorenen Zentimeter des Reifenprofils? Sie landen als Mikrogummi hauptsächlich in Böden und Gewässern und zu einem kleinen Teil in der Luft. Und die Menge dieser Partikel in unserer Umwelt ist alles andere als gering, wie Forschende der Empa nun berechnet haben.

Mikroplastik ist in aller Munde – und wie bereits in mehreren Studien nachgewiesen in aller Körper. Doch die Menge an Mikroplastik in Luft und Wasser ist gering im Vergleich zu einem anderen Polymer, das unsere Luft und unsere Gewässer – und entsprechend auch unseren Organi...
Mikrobiologinnen und -biologen der Max-Planck-Institute für terrestrische Mikrobiologie in Marburg und für marine Mikrobiologie in Bremen haben einen Stoffwechselweg entdeckt, der eine wichtige Rolle beim mikrobiellen Abbau der Algenbiomasse im Ozean spielt. Die Aufklärung der genauen Abläufe auf molekularer Ebene bis hin zum Nachweis der weltweiten Verbreitung liefern wertvolle Informationen für künftige Berechnungen der Kohlendioxid-Bilanz der Weltmeere.

Von Charles Darwin ist überliefert, dass er im „klaren blauen Wasser“ des Ozeans etwas vermutete, das noch kleiner sei als die Protozoen, die er im Mikroskop erkennen konnte. „Heute wissen wir, dass jeder Liter Ozeanwas...
Chirale Moleküle – Verbindungen, die als Bild und Spiegelbild vorkommen – spielen eine wichtige Rolle in biologischen Prozessen und in der chemischen Synthese. Chemikern der ETH Zürich ist es nun erstmals gelungen, mit Hilfe von Ultrakurzzeit-Laserpulsen Änderungen der Chiralität während einer chemischen Reaktion in Echtzeit zu beobachten.

Manche Moleküle können in zwei spiegelbildlichen Formen existieren, ähnlich wie unsere Hände. Obwohl solche sogenannten Enantiomere fast identische physikalische Eigenschaften haben, sind sie dennoch nicht gleich. Die Tatsache, dass sie sich zueinander wie Bild und Spiegelbild verhalten, nennt man Chiralität (vom griechischen Cheiro f...
Seit der Entdeckung des Insulins vor fast 100 Jahren versuchen Wissenschaftler zu entschlüsseln, wie genau das Hormon mit seinem Rezeptor interagiert. Dies ist wichtig, um bessere therapeutische Insuline entwickeln zu können. In einer neuen Studie haben Forscher nun ein kritisches Teil des Puzzles gelöst. Sie konnten zeigen, wie Insulin an einer zweiten Bindestelle mit seinem Rezeptor interagiert.

Das Forscherteam des Paul-Langerhans-Instituts Dresden, ein Satellit des Helmholtz-Zentrums München und Partner des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung (DZD) und der Medizinischen Fakultät Carl Gustav Carus der TU Dresden haben die Ergebnisse der Zusammenarbeit mit Kollegen des Ma...
Verletzte Hautpartien sind bevorzugte Nischen für das Bakterium Pseudomonas aeruginosa, das Heilungsprozesse von Gewebe beeinträchtigt und Infektionen fördert. Aufgrund seiner Resistenz gegen die meisten verfügbaren Antibiotika wurde das Bakterium in die Kategorie „Priorität 1/kritisch“ der globalen Liste der Krankheitserreger der Weltgesundheitsorganisation (WHO) aufgenommen. Ein Forschungsteam um Prof. Dr. Winfried Römer von der Universität Freiburg hat nun eine neue Funktion für das Pseudomonas aeruginosa-Lektin LecB entdeckt: Dieses kann den Zellzyklus blockieren, sodass die Wirtszellen sich nicht mehr teilen und sterben.

Wundheilungen verzögern sich dadurch maßgebli...
Viele biologisch aktive Moleküle, darunter synthetische Medikamente, zeichnen sich durch eine zentrale, stickstoffhaltige Struktur mit dreidimensionaler Form aus. Bisher gibt es jedoch kaum geeignete Methoden, um sie herzustellen – was es auch erschwert, neue Arzneimittel zu entdecken. Forscher der Universität Münster haben eine neue Methode entwickelt, um eine entsprechende Reaktion zu ermöglichen. Es handelt sich dabei um einen speziellen Photokatalysator.

Viele biologisch hochaktive Moleküle, darunter synthetische Medikamente, zeichnen sich durch eine zentrale, stickstoffhaltige chemische Struktur aus. Diese Struktur, Isochinuclidin genannt, hat eine dreidimensionale Form ...
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