Seide fasziniert nicht nur in der Mode, sondern auch in Wissenschaft und Technik, denn die hauchfeinen Insekten-Fäden stellen mit ihren herausragenden mechanischen Eigenschaften die meisten Fasern von Menschenhand locker in den Schatten. Deutsche Forscher haben sich jetzt von der Florfliege inspirieren lassen, die ihre Eier auf extrem zugfesten Stielen aus Seide ablegt. Wie sie in der Zeitschrift Angewandte Chemie berichten, gelang ihnen die Herstellung künstlicher Eierstiele aus biotechnologisch erzeugten Proteinen nach dem Vorbild eines Eierstielproteins.

Florfliegen sind hellgrüne Insekten mit transparenten Flügeln, die in der Landwirtschaft zur Bekämpfung von Blattläusen...
Nach möglichst großen Goldstücken suchen viele – an der TU Wien allerdings ist man auf der Suche nach Gold in möglichst kleinem Maßstab. Man vermutet, dass einzelne Goldatome als Katalysatoren den Ablauf chemischer Reaktionen unterstützen. Allerdings verbinden sich die Goldatome meist rasch zu winzigen Goldklumpen aus mehreren Atomen, wenn man sie auf einer Oberfläche platziert. Durch eine spezielle Oberfläche aus Eisenoxid ist einem Forschungsteam für Oberflächenphysik nun das Kunststück gelungen, Goldatome einzeln festzuhalten. Dadurch sollen Katalysatoren möglich werden, die effizienter sind und mit einer weitaus geringeren Menge des wertvollen Metalls auskommen als bisher. ...
Multiplex-Assays erlauben die simultane Bestimmung einer Vielzahl von Proteinen in einem Versuchsansatz. Hierbei entstehen komplexe Datensätze, die in mehreren manuellen Einzelschritten ausgewertet werden müssen. Dabei unterstützt die neue Software-Version FlowCytomix Pro 3.0, eine Entwicklung von Fraunhofer FIT und eBioscience. Sie bietet für jeden Analyseschritt intelligente Vorschläge und leitet so den Benutzer einfach, nachvollziehbar und rasch durch die Analyse komplexer Experimente hin zu übersichtlichen Ergebnisreports.
Mit speziell für die Durchflusszytometrie entwickelten Assays können viele Proteine simultan in einer Probe immunologisch nachgewiesen werden. Diese Bead-...
Gießener Biochemiker aus dem Forschungsteam um Prof. Lienhard Schmitz, Institut für Biochemie des Fachbereichs Medizin, haben einen weiteren Mechanismus gefunden, der den Zelltod durch Sauerstoffradikale reguliert. Sauerstoff ist für Menschen lebenswichtig, da er zum Atmen gebraucht wird. Allerdings können aus dem harmlosen Sauerstoff durch Übertragung von Elektronen auch gefährliche Abkömmlinge entstehen, die so genannten Sauerstoffradikale. Diese sind in moderaten Konzentrationen ungefährlich und können sogar für die Weiterleitung oder Verstärkung von Signalen eingesetzt werden. Höhere Konzentrationen dieser Radikale allerdings sind gefährlich und können sämtliche Bestandtei...
Der Riechkolben (bulbus olfactorius) ist die zentrale Schaltstelle für olfaktorische Reize und das Ziel von neugebildeten Nervenzellen in den meisten Säugetieren. Isotopenforscher Jakob Liebl fand im Rahmen seiner Dissertation an der Universität Wien mit Hilfe des Kohlenstoffisotops C-14 heraus, dass diese Zellen im Gegensatz zu anderen Säugetieren beim Menschen bereits bei der Geburt vollständig vorhanden sind. Die Forschungsergebnisse, die in Zusammenarbeit mit dem Karolinska Institut in Stockholm entstanden, erschienen aktuell in der renommierten Fachzeitschrift Neuron.
Bis heute war unklar, in welchem Ausmaß eine, für wesentliche Aspekte unseres Geruchssinns wichtige, Neubild...
Je größer das Reaktionsgefäß, desto schneller lassen sich Produkte herstellen – würde man meinen. Wie falsch man damit liegt, zeigen Mikroreaktoren: In ihnen lassen sich beispielsweise explosive Stoffe wie Nitroglycerin etwa zehnmal schneller fertigen als auf herkömmliche Art, und zudem viel sicherer. Auf der Messe ACHEMA vom 18. bis 22. Juni in Frankfurt zeigen Forscher Mikroreaktoren, die sie für unterschiedliche chemische Prozesse einsetzen (Halle 9.2, Stand D64).
Sollen Tunnel in einen Berg getrieben werden, greifen die Arbeiter zu Sprengstoffen: Der 15 Kilometer lange Gotthardtunnel beispielsweise wurde mit Sprenggelatine »gebaut«, die zu einem großen Teil aus Nitroglyc...
Ähnlich wie blutsaugende Insekten prüfen Pflanzenschädlinge ihren Wirt auf Abwehrsignale, bevor sie anfangen zu fressen
Pflanzen bilden wenige Minuten nach Angriff eines Fraßfeindes Jasmonsäure, ein Hormon, das die Verteidigung gegen Insekten in Gange setzt mit der Folge, dass giftige Stoffe wie Nikotin oder Verdauungshemmer in den Blättern akkumulieren. Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie, Jena, haben jetzt herausgefunden, dass Zwergzikaden die Verteidigungsbereitschaft von Tabakpflanzen aufspüren können. Funktionieren die auf Jasmonat basierenden Signalketten, lässt das Insekt sofort von der Pflanze ab und testet andere Pflanzen. Ist jed...
Licht lässt die Partikel in der Atmosphäre wachsen. In einem Experiment hat ein internationales Forscherteam erstmals einen neuen Mechanismus nachweisen können, bei dem Partikel durch Licht größer werden und der damit Einfluss auf die Wolkenbildung und das Klima hat. Photokatalytische Reaktionen können zu einer schnellen Bindung von nicht kondensierenden flüchtigen organischen Kohlenwasserstoffen (VOCs) auf der Oberfläche der Partikel führen. Unter solchen Bedingungen nehme die Größe und Masse der Partikel schnell zu, schreiben die Wissenschaftler im renommierten Fachblatt PNAS.
Die Ergebnisse des Laborexperimentes könnten Effekte erklären, die bisher schon bei Feldkampagne...
Von Augsburger Physikern entwickelte Methode nutzt die Liftkraft im laminaren Fluss zur Separierung von roten Blutkörperchen und Blutplättchen. / Breite Anwendungsmöglichkeiten in "Lab-on-a-Chip"-Systemen zur medizinischen Diagnostik und zur Zellaufbereitung.
Augsburg/ThG/KPP - Eine neue Methode zur Auftrennung von Blutzellen hat die Mikrofluidikgruppe von Dr. Thomas Franke am Lehrstuhl für Experimentalphysik I der Universität Augsburg jetzt in den "Applied Physics Letters" vorgestellt. Ein hydrodynamischer Effekt, die sogenannte Liftkraft, sorgt dafür, dass sich deformierbare Teilchen in winzigen Kanälen von der Größenordnung menschlicher Kapillaren von der Wand entfernen. Je ...
Katastrophale nukleare Unfälle wie die Kernschmelzen in Tschernobyl und Fukushima sind häufiger zu erwarten als bislang angenommen. Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Chemie in Mainz haben anhand der bisherigen Laufzeiten aller zivilen Kernreaktoren weltweit und der aufgetretenen Kernschmelzen errechnet, dass solche Ereignisse im momentanen Kraftwerksbestand etwa einmal in 10 bis 20 Jahren auftreten können und damit 200 mal häufiger sind als in der Vergangenheit geschätzt. Zudem ermittelten die Forscher, dass die Hälfte des radioaktiven Cäsium-137 bei einem solchen größten anzunehmenden Unfall mehr als 1.000 Kilometer weit transportiert würde. Die Ergebnisse zeigen, dass...
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