Zu Beginn neuen Lebens geschieht ein faszinierender Prozess: aus einer einzelnen Zelle entstehen zunächst identische Vorläuferzellen, die sich zu den drei Keimblättern weiter entwickeln. Aus diesen werden in weiteren Schritten die verschiedenen Gewebe, Organe und Körperteile des neuen Organismus gebildet. Wie aber wird sichergestellt, dass tatsächlich Zellen mit unterschiedlichen Funktionen entstehen, die auch noch an der richtigen Stelle des wachsenden Organismus landen? Mit dieser Frage beschäftigt sich Alexander Meissner vom Max-Planck-Institut für molekulare Genetik in Berlin. Zusammen mit Forschenden aus San Francisco hat sein Team einen molekularen Rekorder entwickelt, mit dem d...
Qualvoll verendete Meeresvögel mit einem Bauch voller Plastikmüll; Plastikansammlungen so gross wie Inseln: Bilder wie diese hat heute praktisch jeder schon gesehen. Doch es gibt auch Plastikteile, die von Auge kaum sichtbar sind – Mikroplastik. Die Gefahr, die diese winzigen Teile bergen, ist bis anhin kaum erforscht. Forscher der Empa haben nun die weltweit erste Risikoabschätzung für Mikroplastik in Seen und Flüssen durchgeführt. In Europa, so das Fazit der Studie, sind aquatische Organismen zurzeit (noch) nicht akut gefährdet.

So klein wie ein Staubkorn – doch von grosser globaler Tragweite. Das Wort Mikroplastik ist vielen ein Begriff, doch die Gefahren sind so gut wie...
Der im Forschungszentrum Jülich entwickelte Alzheimer-Wirkstoff-Kandidat PRI-002 hat die Phase I der klinischen Forschung in gesunden Freiwilligen erfolgreich durchlaufen. Bei einer täglichen Verabreichung über einen Zeitraum von vier Wochen erwies sich der Wirkstoff als sicher für die Anwendung im Menschen. Der nächste Meilenstein ist nun der Nachweis der Wirksamkeit im Patienten in der klinischen Phase II.

"Der Wirkstoffkandidat PRI-002 hat bereits im Sommer 2018 seine Sicherheit und Verträglichkeit bei einmaliger Anwendung im Menschen unter Beweis gestellt – und zwar bis zur höchsten geplanten Dosierung. Dabei erreichten die Wirkstoffkonzentrationen im Blut die Werte, die ...
Bunte, weiche Schaumstofffiguren, sogenannte Squishies, erfreuen sich bei Kindern zunehmender Beliebtheit. Allerdings weisen einige Produkte einen auffälligen Geruch auf. Bei manchen Produkten ist der Geruch unangenehm, bei anderen durchaus attraktiv. Warum diese Produkte geruchlich so auffällig sind, hat ein Wissenschaftler-Team des Fraunhofer-Instituts für Verfahrenstechnik und Verpackung IVV genauer untersucht. Nun wurden verschiedene Fehlgeruch verursachende Verbindungen in einem Squishy erfolgreich aufgeklärt. Die Ergebnisse deuten zudem darauf hin, dass der Störgeruch mit angenehmen Geruchsstoffen offensichtlich gezielt übertüncht werden sollte.

Squishies sind der neueste...
Präzise Kenntnisse über organspezifische Vorgänge bei Entzündungsprozessen liefern Ansatzpunkte für zielgerichtete Therapien mit weniger Nebenwirkungen. Forscherinnen und Forscher des PEI haben neue Erkenntnisse zu leberspezifischen Entzündungsprozessen gewonnen – hierbei ist der Rezeptor für Interleukin-1ß von Bedeutung.

Das Immunsystem mit seinen pro- und antientzündlichen Botenstoffen (Zytokinen) ist aufgrund seiner hohen Komplexität nicht vollständig verstanden. Typ-I-Interferone bilden eine große Gruppe von Botenstoffen, die mehr als 300 Gene beeinflussen und damit erheblich die Aktivität des Immunsystems steuern. In früheren Untersuchungen hatten Wissenschaftleri...
Das neue Regelkonzept der Deutschen Akkreditierungsstelle (DAkkS) nimmt Form an. Das DAkkS-Regelwerk soll künftig übersichtlicher strukturiert, schlanker angelegt und noch einheitlicher formuliert sein.

Im März 2019 wurde das Regelkonzept  dem Akkreditierungsbeirat (AKB) vorgestellt, einen Monat später hat das Horizontale Komitee der DAkkS (HC) weitere Konkretisierungen zu den Dokumentenkategorien vorgenommen. Die DAkkS will die Überführung des DAkkS-Regelwerks in das neue Konzept sukzessive vornehmen und geht davon aus, dass die vollständige Umstellung der über 350 DAkkS-Regeln mehrere Jahre beanspruchen wird.

Orientierung an 17000er-Normenreihe und Levelstrukt...
Graphen wird als außergewöhnlicher Werkstoff gefeiert. Es besteht aus reinem Kohlenstoff und ist nur eine einzige Atomlage dünn. Dennoch ist es enorm stabil und sogar leitfähig. Für die Elektronik allerdings hat Graphen entscheidende Nachteile: Denn noch ist es nicht als Halbleiter einsetzbar. Wasserstoff-Atome auf Graphen könnten dies ändern. Forscher aus Göttingen und Pasadena (USA) haben jetzt sichtbar gemacht, wie Wasserstoff- Atome an Kohlenstoff-Atomen von Graphen chemisch binden und was dabei passiert. (Science, 25. April 2019)

Das internationale Forscherteam hat dazu Wasserstoff-Atome auf eine Graphenschicht aufprallen lassen. „Das Wasserstoff-Atom hat sich allerding...
Ionische Flüssigkeiten sind nicht so reaktionsträge wie bislang angenommen – bei besonders eigenwilligen Reaktionspartnern bieten sie sogar endlich einen Hebel, um diese gezielt zu verändern. Das zeigt ein Team mittelhessischer Chemikerinnen und Chemiker in der frei verfügbaren Fachzeitschrift „Chemical Science“.

Bei ionischen Flüssigkeiten handelt es sich um Salze, die wegen ungünstiger Passformen der darin enthaltenen Ionen schlecht kristallisieren. „Sie eignen sich gut als Reaktionsmedien und zeigen dabei auch eine geringere Giftigkeit als viele gängige organische Substanzen“, sagt die Chemieprofessorin Dr. Stefanie Dehnen von der Philipps-Universität Marburg, Mit...
Kupferoxid könnte in Solarzellen oder als Photokathode für die solare Energieumwandlung theoretisch hohe Wirkungsgrade ermöglichen. Praktisch aber kommt es zu großen Verlusten. Nun konnte ein Team am HZB mit einem raffinierten Femtosekunden-Laserexperiment aufklären, wo diese Verluste stattfinden: Sie treten weniger an den Grenzflächen auf, sondern vielmehr bereits im Innern des kristallinen Materials. Diese Ergebnisse geben Hinweise, um Kupferoxid und andere Metalloxide für Anwendungen als Energiematerialien zu optimieren.

Kupferoxid (Cu2O) ist ein aussichtsreicher Kandidat für die zukünftige solare Energieumwandlung: Als Photokathode könnte der Halbleiter Kupferoxid mit So...
Bislang verlieren Nanoteilchen, die in der Medizin zum Transport von Arzneimitteln in Körperzellen eingesetzt werden, in komplexen Gewebestrukturen die Orientierung. Ein Regensburger Forscherteam hat sich einen Trick von Viren des Typs Influenza A abgeschaut und Nanopartikel geschaffen, die zuverlässig den gewünschten Zelltyp erreichen.

Nanoteilchen sind Partikel, die über 1.000 Mal kleiner sind als der Durchmesser eines Menschenhaares. Im medizinischen Bereich werden Nanoteilchen zum Beispiel eingesetzt, um Arzneistoffe in Tumore einzuschleusen. Doch die Hoffnungen, die die Medizin in Nanoteilchen gesetzt hat, haben sich nicht in allen Bereichen erfüllt. So waren die Partikel bi...
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