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Ein starker Temperaturabfall hat vor 137 Mio. Jahren das ausgeglichene, warme Klima der Kreidezeit kurz unterbrochen. Die Wassertemperatur im Arktischen Ozean fiel von etwa 13°C auf 4-7°C ab, sodass eventuell sogar die Pole vereisten. Gregory Price von der University of Plymouth und Elizabeth Nunn von der Johannes Gutenberg-Universität Mainz haben Gesteinsproben mit Belemniten und fossilen Glendoniten aus Spitzbergen untersucht, um die Temperatur des Arktischen Ozeans vor 140-136 Mio. Jahren zu ermitteln. Die Rekonstruktion des Paläoklimas hilft dabei, die Prognosen über die zukünftige Klima- und Umweltentwicklung zu verbessern und den Einfluss des Menschen auf da...
Trotz klarer Belege, dass Hsp12 – ein so genanntes Hitzeschock- oder Stressprotein – Zellen hilft, unter lebensbedrohlichen Bedingungen zu überleben, war bislang unklar, wie dies genau funktioniert. Die überraschende Antwort liefert jetzt die Fachzeitschrift Molecular Cell in ihrer Ausgabe vom 27. August. Darin erläutern Forscher der Technischen Universität München (TUM), wie sie die Funktionsweise des Proteins Hsp12 entdeckt haben – einen Schutzmechanismus, wie er bislang noch nie beobachtet wurde. Das im wässrigen Teil des Zellinneren zunächst entfaltete Hsp12 bildet spiralförmige Strukturen, um die Zellmembran zu stabilisieren.
Wenn Zellen in Stress geraten, leistet das Eiweiß Hsp90 einen wichtigen Beitrag dazu, dass sie überleben. Forscher der Technischen Universität München (TUM) haben die Arbeitsweise dieses Proteins vor einiger Zeit aufgeklärt - doch nun hat Hsp90 mit einem unerwarteten Bewegungsmuster selbst die Experten überrascht. Ihre Ergebnisse werden in der aktuellen Online-Ausgabe des renommierten Wissenschaftsmagazins PNAS publiziert und könnten helfen, ein spezifisches Medikament gegen Krebs zu finden.
Proteine sind die Maschinen der Zelle: Sie transportieren zum Beispiel Nährstoffe, bewegen unsere Muskeln, wandeln Stoffe chemisch um oder falten andere Prot...
Forscher des Fritz-Lipmann-Instituts Jena und der Universitätskliniken Jena und Bonn konnten eine neue Rolle des Merlin-Proteins aufdecken, dessen Verlust zu Hirntumoren führt: Aktives Merlin hemmt die Reifung und Vernetzung von Nervenzellen während der Gehirnentwicklung.
Wissenschaftlich bekannt wurde das Merlin-Protein durch seine Rolle als sogenannter Tumorsuppressor: Es kontrolliert als Stop-Signal die ungehinderte Vermehrung von Zellen, z.B. in verletzten Geweben. Fällt Merlin aus, wie in der erblichen Erkrankung Neurofibromatose Typ 2, entstehen gutartige Nerventumore im Gehirn und Rückenmark. Schwerhörigkeit, Schwindel und Augenerkrankungen sind meis...
Auch Krankheitserreger machen es sich gerne bequem: Sie dringen in ihre Wirtszellen ein und leben im Zellinneren von Annehmlichkeiten, die sich dort bieten. Forscher des Max-Planck-Instituts für Infektionsbiologie in Berlin haben jedoch zusammen mit Wissenschaftlern der Harvard Universität einen entgegengesetzten Mechanismus entdeckt, mit dem Bakterien den Infektionsprozess steuern. Sie verhindern so einen verfrühten Eintritt ins Innere der Wirtszelle. Unmittelbar nach dem ersten Kontakt bewirken die Erreger mit Hilfe von Signalmolekülen eine lokale Verstärkung des Stützskeletts in der Wirtszelle und können dadurch außerhalb der Zelle bleiben. Auch be...
Osteoporose ist eine degenerative Erkrankung, die mit sinkenden Hormonspiegeln im Alter assoziiert wird. Ein internationales Forscherteam um den Frankfurter Anatomen Prof. Erik Maronde hat nun einen Zusammenhang zwischen Genen, welche die Tag/Nacht-Rhythmik regulieren, und der Regulation der Knochendichte entdeckt. Wie die Forscher im Fachblatt "PLoS One" berichten, sind sowohl die knochenaufbauenden Zellen, die Osteoblasten, als auch die knochenabbauenden Zellen, die Osteoklasten, in dieses Geschehen einbezogen. Da im Alter der Knochenabbau gegenüber dem Aufbau überhand nimmt, sind neue Prozesse, welche an diesen Vorgängen beteiligt sind, von großem Interesse ...
Allergien sind auf dem Vormarsch, aber was genau die Ursachen für diese Zunahme sind, ist nicht eindeutig geklärt. Auslöser sind oft Nahrungsmittel wie z.B. Nüsse oder Milch. Zum ersten Mal überhaupt untersucht nun eine Studie, ob und in welchem Ausmaß auch Wein eine allergische Reaktion auslösen kann. Dazu schreibt die Johannes Gutenberg-Universität (JGU) 4.000 Einwohner der Stadt Mainz an und bittet sie um ihre Mitarbeit bei der Beantwortung eines Fragebogens für die Weinallergie-Studie. "Wir betreten damit absolutes Neuland, weil bisher noch nirgends auf der Welt wissenschaftlich untersucht wurde, wie häufig eine solche Allergie unte...
Porphyrin, das als Teil des Hämoglobins im menschlichen Organismus den Sauerstofftransport im Blut möglich macht, könnte in leicht veränderter Form in Zukunft auch in technischen Geräten Verwendung finden. Baut man in ein Porphyrinmolekül ein Kobaltatom ein, funktioniert dieses wie eine winzige Kompassnadel und passt sich an die Magnetisierungsrichtung einer Unterlage an, auf der das Molekül befestigt ist. Nun haben Forschende des Paul Scherrer Instituts PSI und der Universität Basel gezeigt, dass sich diese Eigenschaft chemisch ein- und ausschalten lässt, so dass das Molekül als winziger Schalter dienen könnte. Auch wenn diese Arbeiten ...
Wassercluster bezeichnen Wassermoleküle, die sich kurzfristig zu größeren Molekülverbänden zusammenschließen. Diese Wassercluster können weitere positiv geladene Protonen aufnehmen und kommen dann als sogenannte protonierte Wassercluster auch etwa als funktionelle Gruppen in Proteinen vor. Mit Hilfe der Infrarotsprektroskopie lassen sich Bindungsstärke, die molekulare Geometrie und andere Eigenschaften protonierter Wassercluster bestimmen. Für die Messung der Schwingungsspektren sind Botenmoleküle nötig. Ein Forscherteam um den LMU-Physiker Dr. Gerald Mathias und Professor Dominik Marx von der Ruhr-Universität Bochum, konnte nun e...
Lipidperoxide* in der Zelle bedeuteten bisher nichts Gutes, da sie vor allem in Zusammenhang mit neurodegenerativen Krankheiten und zellulärem Stress gebracht wurden. Diese Sichtweise sollte geändert werden, wie Wissenschaftlern aus dem Helmholtz Zentrum München und der schwedischen, auf Medizin spezialisierten Universität Karolinska Institutet in der aktuellen Ausgabe von PNAS vorstellen: Denn die Lipidperoxide* haben auch ihre guten Seiten, da sie eine wichtige Rolle bei der Regulation von Rezeptor-Tyrosin-Kinasen* spielen.
Lipidperoxide* haben eine konkrete physiologische Aufgabe in der Zelle, das zeigen erstmals Forscher des Helmholtz Zentrums München, des D...

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